Impfungen und Krankheiten
Februar 24, 2008
Heute also das unerfreuliche Thema, in dem es um die Nadeln geht. Wer Angst vor Spritzen hat, sollte nur mit Vorsicht weiterlesen. ^.~
Grundsätzlich gibt es im internationalen Reiseverkehr nach Japan keine Impfvorschriften. Das bedeutet allerdings nicht, dass man sich nicht impfen muss. Erwachsenen wird empfohlen, zumindest gegen Tetanus, Diphterie und Polio geimpft zu sein. Sollte euch davon noch etwas fehlen, geht am Besten mindestens 6 Wochen vor der Abreise zum Arzt um einen persönlichen Impfplan zu besprechen.
Ohne euch jetzt Angst machen zu wollen: es können auch Krankheiten wie Hepatitis A oder Japan-Enzephalitis auftreten. Letztere ist zwar eher eine Krankheit, die zur Monsunzeit im südostasiatischen Raum auftritt, aber damit ist nicht zu spaßen. Der Impfstoff ist allerdings in Europa nicht freigegeben und müsste über eine internationale Apotheke bezogen werden. Außerdem handelt es sich um eine Dreifachimpfung, die im Regelfall an den Tagen 0, 7 und 30 verabreicht wird, also gibt es sogar drei Spritzen, und die letzte Impfung sollte spätestens 10 Tage vor der Abreise verabreicht werden.
Zu allem Überfluss scheint es für diese Japan-Enzephalitis noch kein Heilmittel zu geben, also beschränkt man sich darauf, die Symptome und Folgen zu bekämpfen. Wenn das nicht ein Grund für die Impfung ist.
Aber bevor jetzt alle in Panik ausbrechen: normalerweise tritt die Krankheit hauptsächlich in Tropengebieten zur Monsunzeit auf. Die Hauptverbreitungsgebiete der Enzephalitis befinden sich in China, Indien, Sri Lanka, Nepal, Vietnam, den Philippinen und dem nördlichen Thailand. Außerdem wäre ja eine Impfung für Touristen Pflicht, wenn die Krankheit in Japan eine so große Bedrohung darstellen würde.
Also: einmal aufatmen, bitte.
Den Impfausweis solltet jedenfalls unter keinen Umständen vergessen, wenn ihr nach Japan geht. Außerdem empfiehlt sich eine Reiseapotheke, denn ob man im Ernstfall das richtige Wort für Kopfschmerztabletten in der Apotheke noch weiß, ist fraglich.
Und denkt vor allen Dingen an die Police der Reisekrankenversicherung. Ärztliche Behandlungen können mitunter sehr teuer sein und müssen in den meisten Fällen sofort bei Ankunft bezahlt werden. Krankenhäuser gibt es in allen größeren Städten, und wenn ihr einen englischsprachigen Arzt braucht, kann euch da das Rote Kreuz oder die International Association for Medical Assistance to Travellers weiterhelfen.
Wie das genau funktioniert, und was so ein Arztbesuch tatsächlich kostet, dazu kann ich euch dann mehr sagen, wenn ich das erste Mal beim Arzt war. Wünscht mir aber bitte trotzdem, dass das nicht nötig wird.
Noch ein kleiner Hinweis am Rande: ich schaffe es wahrscheinlich nicht vor Mittwoch, einen neuen Beitrag zu schreiben. Ihr müsst euch also mit was Anderem ablenken. Geht raus zum Spielen, das ist gut für’s Immunsystem ^.~
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