Strom und Elektrizität
März 4, 2008
Nun wird es langsam mal Zeit, sich Gedanken über die Stromversorgung in Japan zu machen. Damit will ich nicht behaupten, dass es schwierig wäre, eine Steckdose zu finden - immerhin ist Japan ein hoch technisiertes Land und die Überlandleitungen sind ja fast schon legendär - sondern, dass es schwierig sein könnte, ein Gerät zum Funktionieren zu überreden, wenn es an einer Steckdose hängt.
Grundsätzlich sehen die Steckdosen in Japan aus wie die in den USA: also zwei senkrechte Schlitze. Die Stecker dazu haben also zwei senkrechte, längliche Metallkontakte. Das Ganze nennt sich übrigens laut Wikipedia A-Stecker. Angeblich soll es auch B-Stecker bzw. Steckdosen geben, die sind aber fast überhaupt nicht verbreitet.
Die Adapter für Amerika passen also auch in Japan, aber das bedeutet nicht automatisch, dass eure Geräte auch funktionieren.
Die gängige Netzspannung beträgt nämlich - wie in Amerika - nur 100 Volt, ist also nicht mal halb so hoch wie bei uns. Will heißen: Ein Gerät, dass direkt angeschlossen wird, bekommt möglicherweise einfach nicht genug “Saft” und geht kurzerhand gar nicht erst an. Das ist aber immerhin besser, als wenn es durchbrennen würde, oder?
Ladekabel für Handys, Kameras oder tragbare Spielkonsolen sind allerdings mittlerweile so konstruiert, dass sie auch bei so niedriger Spannung arbeiten können. Schaut dazu am Besten den Stecker mal an, meist sind die Daten aufgedruckt. Wenn nicht, sollten sich Informationen dazu in der Bedienungsanleitung des Geräts finden lassen.
Laptops arbeiten sowieso mit einem Überspannungsschutz (der schwarze Kasten, der immer noch am Kabel “hängt”) und sollten auch bei Unterspannung arbeiten können.
Bei der Netzfrequenz muss man möglicherweise auch etwas vorsichtig sein. Zwar beträgt sie in den meisten Gebieten 50 Hz, wie bei uns, allerdings gibt es auch Gegenden, in denen die Frequenz bei 60 Hz liegt. Das ist Hauptsächlich im westlichen Japan der Fall, also Osaka, Kyoto, Nagoya und Hiroshima. An dieser Stelle sollte man besser den Stecker nicht ohne Weiteres in die Steckdose stecken.
Zusammenfassung
Steckerformat: A
Netzspannung: 100 V
Netzfrequenz: 50 bzw 60 Hz
Es empfiehlt sich auf jeden Fall ein Besuch in einem Elektronikgeschäft, das sich mit sowas auskennt. Alternativ gibt es mittlerweile für fast alle Gerätetypen USB-Ladekabel, die man dann einfach an einen PC oder Laptop anschließen kann.
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