Home Sweet Home
September 17, 2008
Worauf man bei der Suche nach einer Unterkunft achten sollte…
Dass Wohnungen in Tokyo teuer sind, ist ja bekannt. Aber nicht nur das, es gibt auch noch einige Tricks, mit denen sich potenzielle Vermieter noch mehr von eurem Geld erschleichen wollen als ihnen zusteht. Wie? Das und noch etwas mehr erfahrt ihr hier.
Seiten, die billige Unterkunft in Tokyo oder anderen großen Städten Japans versprechen, gibt es wie Sand am Meer. Wenn ihr nur ein Hotel oder ein Ryokan (Gasthaus im japanischen Stil) sucht, dann reicht normalerweise ein einfacher Vergleich der Übernachtungspreise und der darin enthaltenen Extras (sind z.B. Besuch des hauseigenen Bads/Onsen im Preis enthalten, was kosten die Mahlzeiten, etc.)
Wenn ihr aber länger an einer Stelle bleiben wollt, empfiehlt es sich, nach einem Guesthouse (Gasthaus) oder einem Hostel (Jugendherberge) zu suchen. Beide gibt es sowohl im japanischen Stil mit Tatamizimmern und Futon als auch im westlichen Stil mit (Doppelstock-)Bett. Man hat die Wahl zwischen Einzel- und Mehrbettzimmern (in denen man auf Wunsch auch allein wohnen kann, gegen Aufpreis); Küche, Aufenthaltsraum und sanitäre Einrichtungen teilen sich alle Bewohner der Wohneinheit.
Gasthäuser berechnen ihre Zimmerpreise meist auf Monats-, manchmal auch auf Wochenbasis. Sollten einzelne Übernachtungen möglich sein, dann sind diese in den meisten Fällen günstiger als die Übernachtung in einem Hostel, wo die Übernachtungspreise gewöhnlich bei ca. 20 Euro losgehen. Überlegt euch aber vorher gut, ob ihr das wirklich wollt. In einem Hostel gibt es nämlich z.B. Frühstück, in einem Guesthouse ist man für die gesamte Verpflegung selbst verantwortlich. Außerdem wohnen in einen Guesthouse normalerweise mehr Einwohner für einen längeren Zeitraum, aus diesem Grund ist unter Umständen der Grad an Ordnung und Sauberkeit ein paar Nuancen schlechter.In den meisten Fällen ist ein Guesthouse zumindest die preiswertere Variante, wenn man nicht stundenlange Bahnfahrten in Kauf nehmen will. Die Monatsmieten liegen ungefähr zwischen 300 und 600 Euro.
Wem das immer noch zu teuer ist, der sollte sich für eine sogenannte Crib entscheiden. Dabei mietet man lediglich ein „Zimmer“ in der Größe einer Tatamimatte, also 178×88 cm. Ein kleiner Lichtblick: Wandschränke werden normalerweise nicht zur Größe des Zimmer gerechnet, es bleibt also auch noch Platz für euer Gepäck und um den Futon und das restliche Bettzeug zu verstauen. So eine Schlafnische bekommt ihr schon ab ca. 220 Euro im Monat.
Jetzt zum eigentlichen Knackpunkt, also dem Teil, auf den ihr vor der Buchung achten solltet. Es gibt nämlich immer wieder Anbieter, die irgendwelche dubiosen Zusatzkosten von euch wollen. Das sind beispielsweise:
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Schlüsselgeld (muss bei Empfang des Schlüssels bezahlt werden, ist keine Kaution)
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Bearbeitungsgebühren (einfach nur albern)
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Sicherheitsgebühren (genau so albern)
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Reinigungsgebühren (für die Reinigung vor der Ankunft und/oder nach der Abreise)
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Kaution (wird nur selten vollständig zurückgezahlt)
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Nebenkosten (z.B. für Strom, Wasser, Klimaanlage, Internet, Fernsehen, etc.)
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Nutzungsgebühren (z.B. für Kühlschrank, Fernseher, Herd, etc.)
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Bettwäschegebühr
Es ist wahrscheinlich unmöglich, vollkommen ohne Zusatzkosten auszukommen, aber man kann zumindest versuchen, sie so gering wie möglich zu halten. Manchmal zählt die Matratze bzw. das Lattenrost oder der Futon mit zur Bettwäsche, fragt also besser vorher nach, bevor ihr Kissen und Decke mitbringt und dann auf dem Fußboden schlafen müsst. >.<
Weitere versteckte Kosten sind Sachen wie Münzwaschmaschinen, Münzduschen und Münzklimaanlagen (ja, auch so etwas gibt es). Dafür braucht man prinzipiell 100-Yen-Münzen, je nach Gerät unterschiedlich viele (Dusche z.B. 100 Yen für 10 Minuten, Waschmaschine z.B. 400 Yen pro Ladung)
Und wenn ihr euch nach diesem ganzen Kuddelmuddel endlich für eine Unterkunft entschieden habt, überlegt euch mal, ob ihr vielleicht auch mal Freunde mit ins Zimmer nehmen wollt. Die meisten Anbieter dulden es zwar, wenn man Besuch mitbringt, allerdings sollte dieser besser nicht übernachten. Informiert euch besser vorher, ob Übernachtungen prinzipell möglich sind und was sie kosten.
Gezahlt wird üblicherweise im Voraus für den kommenden Monat.
Ach, noch ein kleiner Hinweis: Häuser mit maximal drei Stockwerken sind sehr oft fast vollständig (also mit Ausnahme der Fenster ^^) aus Holz gebaut. Wer also keine Lust auf eine Liveübertragung des Privatlebens seines Zimmernachbarn hat, dem seien Ohrstöpsel wärmstens empfohlen.
Also dann, bis zum nächsten Mal! Ittekimasu (ich gehe und komme wieder)!
September 17, 2008 at 9:53
Sehr aufschlussreich. Ich lasse mich mal überraschen, wie mein Gasthaus sein wird.
September 17, 2008 at 10:08
Ja, wieder sehr aufschlussreich *g*. Ich finde auch das erste Bild interessant. Da wurden mal wieder die Häuser direkt um vorhandene „Natur“, die man nicht abkaufen konnte, herumgebaut *g*
Und das dritte Bild kennt wohl jeder Mann, der ne Freundin hat *duck und wegrenn* ^^
Liebe Grüße nach Yokohama.
September 18, 2008 at 9:59
Dann hat die Freundin aber einen schlechten Schuhstil. *im Gewühl des 3. Bildes mal ein paar hübsche Schuhe sucht* Da! Die weißen! ^^
September 18, 2008 at 12:36
Leute, macht weiter so und ich muss echt Kopfnuesse verteilen >_<’
Nebenbei sind die Gummistiefel immer noch der Renner schlechthin, so! =^^=
September 18, 2008 at 1:04
Nich haun… ^^ Finds echt Interessant, dass dort auch versucht wird, Unkundigen das Geld aus den Taschen zu ziehen. Touristen können sich ja nicht so sehr wehren *g*
September 18, 2008 at 9:59
Ja, genau, nicht hauen! Wir sind doch ganz artig. Du verstehst das falsch.
Dezember 9, 2008 at 2:06
Jetzt weiß ich woran mich das erste Bild erinnert hat: An Yukos Haus in xxxHolic ^^