Ein virtueller Gruß

September 11, 2008

Heute mache ich mal keine großen Worte, sondern lasse Bilder sprechen. Was euch erwartet sind einige meiner Fotos, die ich für gut genug hielt, dass man sie als Desktophintergrund nutzen kann.


Ihr könnt diese Fotos gern herunterladen, speichern und weitergeben. Vergesst aber nicht, dass das Copyright bei mir liegt. Solltet ihr sie also irgendwo anders verlinken wollen, dann bitte nur unter Angabe der Herkunft, also http://vevaliyah.wordpress.com

Veröffentlichungen in Printmedien sind nur mit meiner ausdrücklichen Erlaubnis gestattet.

Und jetzt viel Spaß beim Gestalten eures Bildschirms!

Ja, es gibt sie auch hier. Unsere schwedischen Freunde haben es schon bis nach Asien geschafft und werden wohl noch die Welt erobern, wenn es so weiter geht. Aber in Japan hatten sie wohl einige Anlaufschwierigkeiten, denn eigentlich hatte Ikea Ende der 80er Jahre bereits versucht in Japan Fuß zu fassen.
Sagen wir mal, Japan war damals einfach noch nicht reif f
ür diese Form von Möbeln…

Mittlerweile kann IKEA hier aber positivere Bilanzen ziehen als damals und hat vor Kurzem bereits das dritte Einrichtungshaus eröffnen können. Und wenn ich Einrichtungshaus sage, dann meine ich ein ähnliches Modell, wie man es auch aus Deutschland kennt: ein großer, blauer Klotz mit gelbem Schriftzug und jeder Menge Parkplätze, mitten in der Landschaft. Aus Platzgründen steht der Klotz aber nicht in der Landschaft, sondern in diesem Fall in einem gut besiedelten Randgebiet von Yokohama, und die Parkplätze sind nicht davor, sondern in drei Etagen im angebauten Parkhaus.

Der Parkplatz ist übrigens morgens um 10:00 Uhr schon so voll wie man es in Deutschland vom verkaufsoffenen Sonntag her kennt, es dauert also ein *bisschen* länger, ehe man einen gefunden hat.

Und am Eingang begrüßt einen gleich das fröhliche „Hej da“, das in etwa so viel mit Japan zu tun hat wie Weißwurst oder die brasilianische Flagge… Aber man fühlt sich gleich ein wenig näher an zu Hause…

Die Möbelausstellung selbst unterscheidet sich dann kaum vom europäischen Sortiment. Der einzige gravierende Unterschied ist vielleicht, dass die aufgebauten Vorführräume ein wenig kleiner sind als bei uns, einfach weil man in Japan nur in den seltensten Fällen so viel Platz hat wie in einem Einrichtungshaus.

Ansonsten kann ich nur sagen, dass es sehr sauber und ordentlich war und alle paar Meter an strategisch wichtigen Punkten Spielecken für die Kinder eingerichtet waren. Zwar hat auch in Japan jede Filiale ein Småland, aber bei den Mengen an Besuchern reicht das bei Weitem nicht für alle Kinder aus.

Kommen wir mal zum interessanteren Teil, nämlich dem Essen, was ja in Deutschland schon ein Thema für sich ist, nach Kottbullar-Skandal und allem. Die Spielecke hier war übrigens erstaunlich langweilig. Wie viel Spaß macht auch eine Tischplatte mit Eisenbahngleisen, wenn kein Zug dazu da ist…
Erstaunlicherweise erfreut sich die schwedische K
üche hier einer kaum in Worte zu fassenden Beliebtheit. Schon um 11:20 Uhr waren die Schlangen an der Essenausgabe so lang, dass ich am liebsten sofort wieder umgedreht wäre. Aber so hatte ich wenigstens genug Zeit für ein Foto der Speisekarte. Das einzige, was es davon mit Sicherheit nicht in Europa gibt, dürfte der Macha-Latte sein. Das ist mal grob ausgedrückt ein Grüntee-Milchshake. Allerdings gab es den in dieser Filiale aus irgendwelchen Gründen auch nicht. Zwar irgendwie seltsam, aber da kann man nichts machen.

Habt ihr eigentlich auch den Eindruck, dass die Preise niedriger sind als in Deutschland? Nicht nur was das Essen betrifft, auch die Möbel und anderen Sachen. Oder gab es schon mal Tassen für 12 Cent?

Aber bei aller Perfektion und allen tollen Angeboten ist man auch in Japan nicht vor Rechtschreibfehlern gefeit. Ich wüsste ja zu gern, ob das mal irgendjemand bemerken und korrigieren wird…

Ach, und noch ein kleiner Hinweis: Die japanische IKEA-Family-Card ist exakt die gleiche, die es in Deutschland auch gibt. Wahrscheinlich ist diese Karte weltweit einheitlich. Solltet ihr also vorhaben bei eurem Japanbesuch bei IKEA vorbei zu schauen, packt ruhig eure deutsche Family-Card ein. Und dann ganz viel Spaß beim Rücktransport der Möbel.
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Eine winkende Katze auf Welteroberungskurs

Wer hat sie nicht schon mal irgendwo gesehen, die winkende Katze? Im Chinarestaurant, auf Messen, vor dem Gamecenter, im Schaufenster, auf dem Dach eines Lottohäuschens… Was, etwa nicht? Na gut, zumindest in Japan ist Maneki Neko aus keiner Stadt mehr weg zu denken.
Sie stellt eine japanische Bobtail-Katze mit (herbei-) winkend erhobener Pfote dar, ist Glücksbringer und Kundenmagnet zugleich, steht für Wohlstand, Erfolg, Freundschaft und Schutz und teilweise sogar für Liebe und Erfolg beim Lernen. Das kommt ganz darauf an, in welcher Farbe sie auftaucht, aber dazu später noch mehr. Jetzt erzähle ich euch erstmal, wie es dazu kam, dass diese niedliche Knuddelkatze einem in Japan so gut wie überall über den Weg läuft.

Es gibt drei verschiedene Legenden, wie es zur ersten getöpferten Winkekatze kam, die populärste davon ist die des Gōtokuji-Tempels im Westen Tokyos, den ich letztes Wochenende bei Regen besucht habe. Eigentlich scheint er auf den ersten Blick ein Tempel wie jeder andere auch zu sein, hätte es nicht die Legende, wie er zu dem geworden ist.
Tja, dann erzähle ich euch jetzt mal eine Geschichte =^^=

Es war einmal ein sehr armer Mönch, der in einem kleinen, heruntergekommenen Tempel im Westen Tokyos lebte. Er besaß nichts außer dem Dach über dem Kopf, das ihm der Tempel bot, und einer Katze, mit der er alles teilte.
Eines Tages gab es ein heftiges Gewitter, in dem ein unbekannter Edelmann, der eigentlich auf dem Heimweg gewesen war, Schutz unter einem Baum nicht unweit des Tempels suchte. Natürlich wissen wir heute, dass man das nicht tut, aber damals wussten das eben noch nicht alle. Als er dort so stand und langsam vom Regen aufgeweicht wurde, sah er auf einmal die Katze am Eingang des Tempels sitzen, die in einer Geste als wollte sie ihn zu sich heran winken die Pfote gehoben hatte.
Irritiert kam der Edelmann näher um zu sehen, ob er sich das nicht eingebildet hatte, als plötzlich direkt hinter ihm ein Blitz in den Baum einschlug, unter dem er eben noch gestanden hatte.
Aus lauter Dankbarkeit, dass ihm die Katze das Leben gerettet hatte, suchte er ihren Besitzer um ihn dafür zu belohnen. Er freundete sich mit dem Mönch an und spendete dem Tempel eine gro
ße Summe Geld, wodurch dieser repariert und verbessert werden konnte.
Nach dem Tod der Katze wurde ihr zu Ehren die erste Maneki Neko angefertigt.

Heute ist der Gōtokuji der grösste Tempel in der Umgebung des Gotokuji-Bahnhofs, hat mehrere Nebengebäude und sogar eine dreistöckige Pagode. Die Ema (Bildtafeln, auf die Besucher ihre Wünsche schreiben können) haben natürlich die Katze auf der Rückseite und man kann sich aussuchen, ob man die verschieden großen Keramikkatzen, die man dort kauft (wenn mal jemand da ist) spenden oder mit nach Hause nehmen möchte.

Es gibt noch mindestens zwei weitere Legenden, wie es zur ersten winkenden Keramikkatze kam, die ihr gern auf der Seite der Wikipedia nachlesen könnt.
Eine handelt von der Katze einer Kurtisane, die ihre Anhänglichkeit mit dem Leben bezahlt hat, aber noch im Tod ihre Herrin vor einer Schlange gerettet hat – Maneki Neko wurde gemacht, um die Frau zu trösten

Die andere besagt, dass eine sehr arme, alte Frau ihre Katze verkaufen musste, die ihr später im Traum erschien und sie dazu brachte, Abbilder von sich (der Katze) zu machen und zu verkaufen, wodurch die alte Frau noch zu Wohlstand kam.

Welche Legende auch immer der wirkliche Grund für die erste Maneki Neko war, heutzutage ist sie aus dem japanischen Leben nicht mehr wegzudenken. Man kann sie so gut wie in jedem touristisch attraktiven Ort kaufen und es gibt sie in den Souvenirshops in den verschiedensten Farben. Das Original war aber mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit eine Japanische Bobtail, die hauptsächlich weiß ist.

Zur Bedeutung der Farben:
Mi-ke (weiß mit schwarz-orangenen Flecken) – das Original, bringt ganz besonders viel Glück in allen Lebenslagen
Wei
ß – symbolisiert Reinheit und ist fast genauso beliebt wie Mi-ke
Schwarz – bringt Gesundheit und hält böse Geister fern. Auch gern genutzt zum Schutz vor Stalkern
Rot – ist eine Schutzfarbe und schützt vor bösen Geistern und Krankheit
Gold – wird mit Reichtum und Wohlstand in Verbindung gebracht
Pink – erfreut sich wachsender Beliebtheit und verspricht Liebe
Violett – steht für künstlerische Stärke
Grün – bringt Erfolge im akademischen Bereich

Wieso das Kätzchen sich heutzutage solcher Beliebtheit erfreut, bleibt der Spekulation überlassen. Eine recht populäre Theorie geht davon aus, dass die Öffnung Japans gegenüber dem Westen unter Kaiser Meiji dafür verantwortlich ist. Die Meiji-Regierung verbannte nämlich sämtliche erotischen Talismane aus dem öffentlichen Leben. Oft waren besonders in Bordellen Darstellungen von Damen, die Kunden herein winkten, offen im Eingangsbereich zu finden. So trat also wahrscheinlich die Katze an Stelle der winkenden Damen, aber nichts Genaues weiß man nicht…

In diesem Sinne, ich hoffe ihr hattet ein bisschen Spaß beim Lesen. Wenn ihr noch mehr Fotos von Maneki Neko und dem Gotoku-ji sehen möchtet, schaut einfach mal auf meiner Galerie vorbei.

Und auch wenn sie ja eigentlich nicht zum Abschied winkt… Bye Bye!


Diese drei hier habe ich in Asakusa gekauft, sie sind aus Seide und wurden in Handarbeit angefertigt. Jede ist ein Unikat, weil keine zwei Stoffstückchen vollkommen identisch sind. Wenn ihr auch eine wollt, sagt mir Bescheid!

Onsen

Mai 25, 2008

Hier ist er endlich, der lange versprochene Bericht über Onsen. Aus sicher nachvollziehbaren Gründen sind keine Menschen auf meinen Fotos…

Zuerst mal ein bisschen Hintergrundinformation: Onsen (温泉, oft auch einfach nur ゆ – heißes Wasser) ist der japanische Begriff für heiße Quellen vulkanischen Ursprungs, bezeichnet aber heute meist öffentliche Bäder und Gasthöfe in deren unmittelbarer Umgebung. Man findet sie so gut wie überall und oft sind besondere Mineralien (Schwefel, Natrium, Hydrogencarbonat, Eisen, etc.) im Wasser gelöst, weshalb vielen Onsen heilende Kräfte zugeschrieben werden.
Heutzutage findet man Onsen entweder privat geführt, staatlich oder als Teil eines Hotels, Ryokan oder Bed & Breakfast. Dabei liegen die Eintrittspreise je nach Betreiber zwischen 400 und 3000 Yen bzw. die Benutzung ist im Übernachtungspreis enthalten. Viele Onsen bieten auch Massagen, Saunen, Ruheräume und Aufenthaltsräume für Kinder an oder haben sogar angegliederte Restaurants. Meistens gibt es getrennte Bereiche für Männer und Frauen, bzw. getrennte Badezeiten, wenn die örtlichen Gegebenheiten keine räumliche Trennung zulassen. In den ländlicheren Gegenden soll es aber auch noch gemischte Bäder geben.

Und wie verhält man sich jetzt in einem Onsen, um nicht gleich als Ausländer in irgendwelche Fettnäpfchen zu treten?
Zuerst werden natürlich im Eingangsbereich die Schuhe abgestellt. Dafür gibt es entweder ein Regal oder Schließfächer. Anschließend geht man zur Anmeldung, wo man nach dem Bezahlen eine Tasche mit einem Yukata, einem Obi, einem großen und einem kleinen Handtuch bekommt. Hat man das, geht man in seinen jeweiligen Umkleidebereich, entledigt sich seiner Kleidung und schließt sie entweder ein oder legt sie, sollte es keine Schließfächer geben, in einen der vorhandenen Körbe. Der Yukata ist dazu da, dass man, wenn man gerade nicht im Wasser ist, im Gebäude herumlaufen kann, ohne sich jedes Mal wieder vollständig anziehen zu müssen.
Das große Handtuch wird normalerweise bei der Kleidung zurückgelassen, das kleine nimmt man mit ins Bad. Bevor man dann allerdings ins Wasser geht, muss man sich – wie auch im heimischen Bad üblich – erstmal gründlich waschen. Seife und Shampoo ist so gut wie überall vorhanden, manchmal werden sogar Rasierer, Duschhauben oder Zahnbürsten für die Gäste zur Verfügung gestellt.
Wichtig ist, dass man sich sehr gründlich wäscht (Haare waschen ist aber kein Muss) und auf gar keinen Fall mehr Schaum (oder Schmutz) am Körper hat, wenn man ins Wasser geht. Das tut man dann natürlich nackt, man darf aber anstandshalber die wichtigsten Stellen mit dem kleinen Handtuch verdecken. Dieses kann dann am Beckenrand abgelegt werden, allerdings legen es sich viele Japaner einfach zusammengefaltet auf den Kopf oder knoten es darum (das machen aber eher Frauen). Dann heißt es einfach nur noch entspannen…
Gespräche sind keine Seltenheit, aber dabei sollte man nach M
öglichkeit nicht zu laut sein, immerhin wollen die anderen Besucher sich ja auch erholen.

Wegen der hohen Temperaturen des Wassers (bei 40 C geht’s los) sollte man es aber mit dem Entspannen nicht übertreiben, weil der Kreislauf das nicht lange mitmacht. Also immer mal zwischendurch aufstehen, aus dem Becken gehen, ein bisschen draußen umherwandern, etwas trinken (Wasser und Eiswürfel stehen vielleicht kostenlos irgendwo herum), und wenn man sich etwas abgekühlt hat, einfach wieder ins Wasser. Oft gibt es Becken im Außenbereich, was in der kälteren Jahreszeit sehr angenehm ist, Becken mit Sprudelfunktion oder Becken, die nicht ganz so heiß sind. Einfach alles ausprobieren, was ihr findet :)
Wenn ihr zwischendurch Hunger habt, schlüpft ihr einfach in den Yukata (Unterwäsche hat sich aber als praktisch erwiesen ^_^’) und holt euch was. Selbst wenn es kein angegliedertes Restaurant gibt, steht mit Sicherheit irgendwo ein Automat herum.
Meist findet sich auch ein Föhn zum Haare trocknen in den Umkleideräumen, in meinem Fall gab es sogar frisch desinfizierte Bürsten, Ohrstäbchen und Haarspray. Ich muss aber zugeben, dass es eins der teureren Onsen war, für das ich den Eintritt nicht selbst zahlen musste *^.^*.

Am Ende des Ausflugs ins Onsen darf man übrigens in den meisten Fällen das kleine Handtuch als Andenken behalten (Es ist spannend, wie viele man davon man bei gutem Wetter auf so manchen Wäscheleinen sieht ^___^). Das große und der Yukata werden wieder abgegeben.

Noch eine kleine Bemerkung am Rande – es gibt sogenannte „onsen-tamago“ also Onsen-Eier im Supermarkt. Das sind Eier, die 20 Minuten in etwa 60 C warmem Wasser gelegen haben und dadurch eine sehr spezielle Konsistenz erhalten. Mit einem Thermometer im Kochtopf lässt sich das sicher ganz leicht nachmachen und ausprobieren. Viel Spaß dabei!

Heute erzähle ich mal eine Geschichte, und zwar eine Geschichte, die sich wirklich zugetragen hat, und die mein Interesse geweckt hat, weil am Bahnhof in Shibuya, wo ich recht oft umsteige, wenn ich nach Tokyo fahre, eine Hundestatue steht…

Es war einmal vor gar nicht allzu langer Zeit (zwischen 1923 und 1935 nämlich) ein kleiner Akita-Inu (秋田犬) namens Hachiko (ハチ公). Er gehörte Ueno Hidesamurō, einem Professor für Agrarwissenschaften an der Universität Tokyo. Jeden Morgen verabschiedete sich der Hund an der Vordertür und machte sich am Abend auf den Weg zum Bahnhof Shibuya, um dort sein Herrchen vom Zug abzuholen.
Nur eines Abends im Mai des Jahres 1925 wartete Hachiko vergebens. Der Professor war im Alter von 54 Jahren unerwartet verstorben. Aber weil er das natürlich nicht wusste, kam der kleine Hund weiterhin treu und brav jeden Abend zum Bahnhof Shibuya und wartete voller Hoffnung auf sein Herrchen.
Irgendwann wurden die Pendler und Passanten auf den Hund aufmerksam, der stets dort saß, einer von ihnen war ein ehemaliger Student Uenos, der in der Zwischenzeit ein Experte f
ür Akitas geworde war und später im Jahr eine Publikation veröffentlichte, laut der es einschliesslich Hachikos nur noch 30 reinrassige Akitas in Japan gab. Er kam oft in Shibuya vorbei um Hachiko zu besuchen und schrieb weitere Artikel über die Loyalitaet und Hingabe des Hundes. 1932 machte einer dieser Artikel, veröffentlicht in Tokyos grösster Tageszeitung, Hachiko zum Mittelpunkt des nationalen Interesses.
Bewegt von der Treue des Tieres wurde ihm zu Ehren eine Bronzestatue gegossen und im April 1934 in der Nähe des Bahnhofs aufgestellt, wobei Hachiko selbst anwesend war. (die Originalstatue wurde im zweiten Weltkrieg eingeschmolzen, aber an ihrer Stelle steht seit 1948 ein vom Sohn des Originalkünstlers geschaffenes Exemplar)
Die Inschrift lautet
忠犬 ハチ公 - der getreue Hund Hachiko An der Bahnhofswand gegenüber sind noch andere Impressionen des Hundes zu sehen.
Wer sie besichtigen möchte, braucht nur mit dem Zug nach Shibuya fahren und dort den Schildern in Richtung Hachiko Gate oder Hachiko Mae folgen. Das ist der Ausgang mit der Nummer 7 oder 7a. Nach wie vor ist dieser Platz einer der beliebtesten Treffpunkte Tokyos.

Nach seinem Tod im März 1935 (er war bis dahin weiter jeden Abend exakt zu der Zeit, zu der der Zug eintraf, zum Bahnhof Shibuya gekommen) wurde Hachiko übrigens ausgestopft und im National Science Museum in Ueno ausgestellt, wo er noch immer zu sehen sein soll.

Bemerkenswert an Hachikos Geschichte ist nicht nur, dass am Beispiel des Hundes viele Eltern und Lehrer den Kindern Loyalität zu ihrer Familie beibringen wollen, sondern dass durch ihn auch das Interesse an Akitas wieder stieg. Heutzutage ist es keine Seltenheit mehr, wenn man beim Spaziergang einem begegnet.
Somit ist es gewissermassen Hachikos Verdienst, dass seine Art nicht ausgestorben ist.